RAMONA WEGELE | HÄUFIGE FRAGEN
Heilpraktikerin für Psychotherapie
RAMONA WEGELE | HÄUFIGE FRAGEN
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die mir in Bezug auf meine körperorientierte Arbeitsweise häufig gestellt werden. Sollte Ihr Anliegen hier nicht dabei sein, kontaktieren Sie mich gerne direkt.
Nein, keineswegs. Körperliche Berührung ist absolut kein fester oder notwendiger Bestandteil dieser Arbeit. Körperorientierung bedeutet vielmehr, dass ich als Begleiterin die neurophysiologischen und biologischen Prozesse in Ihrem Körper im Blick habe, Ihnen Einblicke in diese Zusammenhänge gewähre und wir gemeinsam im Dialog passgenaue Übungen, Bewegungen oder innere Bilder auswählen, die sich positiv auf Ihre Neurophysiologie auswirken.
Viele Erfahrungen und Muster sind tief im Nervensystem abgespeichert. Da reines Nachdenken und das kognitive Verstehen oft keinen spürbaren Unterschied in Ihrem Fühlen machen, setzen wir direkt am Erleben an.
Das geschieht auf vielfältige und heilsame Weise:
Nachnähren: Wir arbeiten mit inneren Bildern, um Qualitäten nachzunähren, die in bestimmten Phasen Ihres Lebens gefehlt haben - bspw. Halt, bedingungslose Liebe, Schutz, … Wir können im Nachhinein Schutz in Situationen hineingeben, in denen dieser damals nicht da war. Das führt dazu, dass Ihr Nervensystem im Hier und Jetzt in ein tiefes Gefühl von Sicherheit hinüberschwingt.
Entladen & Ausdruck: Wir nutzen Bewegungen, um gehaltene Ladung zu lösen – etwa durch das nachträgliche körperliche Ausdrücken von Emotionen, die lange zurückgehalten wurden und nun endlich Raum bekommen.
Externalisieren & Ordnen: Manchmal tragen wir unbewusst Gefühle oder Lasten von Familienangehörigen in unserem System. Durch das Externalisieren können diese Muster und die Gefühle an ihren wahren Ort zurückfließen, sodass sie aus Ihrem Körper abfließen können.
Alle Schritte sind dabei stets Einladungen an Sie, und Sie bestimmen in diesem kontinuierlichen Dialog zu jedem Zeitpunkt selbst, was für Sie gerade stimmig und sicher ist.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Therapie?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten leider nicht. Nähere Informationen dazu finden Sie unter der Rubrik Konditionen.
Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass private Versicherungen oder private Zusatzversicherungen die Kosten teilweise übernehmen. Bitte klären Sie dies vorab direkt mit Ihrem jeweiligen Versicherungsanbieter ab.
Wieso ist die körperorientierte Psychotherapie für so viele verschiedene Anliegen und Symptome hilfreich?
Es mag im ersten Moment fast irritierend klingen, wenn ein therapeutischer Ansatz für so viele unterschiedliche Herausforderungen und Beschwerden passend erscheint. Der Grund dafür ist jedoch ein sehr einfacher und universeller:
Egal, welche spezifische Symptomatik sich im Einzelfall zeigt – am Ende haben wir es immer mit einem menschlichen Nervensystem zu tun.
Unser Nervensystem versucht tagtäglich über verschiedene Schutz- und Überlebensmechanismen, unsere Sicherheit in einer oft überfordernden Welt zu gewährleisten. Wenn diese Schutzstrategien jedoch veraltet sind, erzeugen sie im Außen und in Beziehungen oft neue Schmerzen oder Dauerspannung.
Da die körperorientierte Begleitung direkt an dieser gemeinsamen biologischen Wurzel ansetzt, können wir unabhängig von der jeweiligen Symptom- oder Problemlage genau dort ansetzen: Wir schauen gemeinsam, wie wir Ihrem Nervensystem ein so tiefes und verlässliches Sicherheitserleben im Hier und Jetzt zukommen lassen können, dass die alten Versuche, über ständige Anspannung oder Schutz im Außen zu überleben, sanft in den Hintergrund treten dürfen. Das System darf sich entspannen, weil es spürt: Ich bin in Sicherheit.
Wieso wirken innere Bilder oder nachträglicher Schutz?
Ein Ereignis an sich lässt sich natürlich nicht verändern, was sich jedoch grundlegend verändern lässt, ist die Art und Weise, wie dieses Ereignis im Körpergedächtnis abgespeichert ist und im Hier und Jetzt nachwirkt.
Das menschliche Gedächtnis funktioniert nämlich nicht wie eine starre Festplatte, auf der einmal abgespeicherte Daten unveränderbar bleiben. Jedes Mal, wenn wir eine Erinnerung abrufen, setzt sich das Gedächtnis im Gehirn im Moment des Abrufs völlig neu zusammen.
Das Gehirn ist extrem neuroplastisch und formbar. Unser limbisches System als emotionale Schaltzentrale unterscheidet kaum zwischen einer realen, gegenwärtigen Erfahrung und einer lebhaft imaginierten, inneren Erfahrung.
Wenn Sie sich also im geschützten Raum der Begleitung – oft ganz spielerisch über den Konjunktiv und innere Bilder – genau das geben, was Ihnen damals so schmerzlich gefehlt hat, erlebt das Nervensystem das auf biologischer Ebene als eine neue, korrigierende Realität.
Dadurch kann die im Körper festgehaltene alte Stress- und Überlebensenergie entweichen, und das System schwingt in ein Gefühl von echter, gegenwärtiger Sicherheit hinüber. Wir verändern also nicht die Vergangenheit, aber wir verändern die somatische und neuronale Realität, mit der Sie heute durch Ihr Leben gehen.
Sie erleben dadurch außerdem eine extrem starke Selbstwirksamkeit. Und genau diese Selbstwirksamkeit ist das kraftvolle, heilsame Gegenmittel zu jener tiefen Ohnmacht, die im Zusammenhang mit traumatischen oder überfordernden Erlebnissen so zentral ist.
Welche Rolle spielt Berührung?
Wenn sich Berührung sicher anfühlt bietet sie eine wunderbare Möglichkeit, um sich gehalten, geborgen und genährt zu fühlen. Das Nervensystem kann auf diese Weise ein tiefes Gefühl von Sicherheit integrieren. Sie sind zu jeder Zeit eingeladen, offen zu kommunizieren. Körperkontakt geschieht immer achtsam und mit Ihrer Zustimmung.
Wenn Sie merken, dass ein Körperteil eine tiefe Spannung hält, können wir über den Dialog mit diesem Körperteil, über innere Bilder und das bewusste Spüren herausfinden, was dieser Bereich noch braucht, um loslassen zu können.
Das Nervensystem reagiert oft tief mit einem Gefühl von Sicherheit, wenn es die Qualität des Gehaltenwerdens erfährt – beispielsweise durch sanften Druck auf die Schultern oder das Halten des Kopfes.
Dabei gilt immer:
Es wird im Vorfeld genau abgesprochen, was für Sie willkommen ist und was sich stimmig anfühlt. Berührung ist häufig hilfreich, um tiefe Entlastung zu spüren, aber sie ist keineswegs ein Muss.
Für manche Systeme fühlt sich Berührung nicht sicher an – in diesem Fall arbeiten wir selbstverständlich ohne Berührung. Die Sitzungen bieten einen sicheren Rahmen, um zu üben, sich authentisch zu zeigen mit den eigenen Grenzen und Bedürfnissen.
Wie unterscheidet sich körperorientierte Psychotherapie von einer klassischen Gesprächstherapie?
Während die klassische Gesprächstherapie primär auf der kognitiven Ebene (Verstand und Sprache) ansetzt, bezieht die körperorientierte Psychotherapie das vegetative Nervensystem und das somatische Gedächtnis mit ein. Viele Erfahrungen und Traumata sind im Gewebe und im Nervensystem abgespeichert, bevor sie sprachlich verarbeitet werden können. Indem wir den Körper als Verbündeten nutzen, lassen sich Blockaden oft direkter und nachhaltiger lösen, als es durch bloßes Reden möglich wäre.
Für wen ist körperorientierte Psychotherapie geeignet?
Dieser Ansatz richtet sich an Menschen, die auf kognitiver Ebene bereits viel verarbeitet haben, im Alltag jedoch spüren, dass sich die gewünschten Veränderungen im Fühlen noch nicht eingestellt haben.
Wenn der Verstand zwar Antworten liefert, der Körper aber in alten Spannungs- oder Stressmustern verharrt, bietet die körperorientierte Begleitung einen wirksamen Zugang. Sie ist besonders hilfreich bei chronischem Stress, tief sitzender Erschöpfung, unverarbeiteten Belastungen sowie psychosomatischen Beschwerden und eignet sich für alle, die bereit sind, sich über das somatische Erleben mit ihrer Biografie auseinanderzusetzen.
Warum verändern sich alte Beziehungsmuster nicht, obwohl ich sie längst verstanden habe?
Viele Menschen erleben genau das: Man hat jahrelang analysiert, warum man sich so verhält, und versteht die eigene Geschichte in- und auswendig – und trotzdem passiert es in der nächsten Konfliktsituation wieder.
Der Grund dafür ist, dass Verstehen im Kopf stattfindet, alte Muster aber im Nervensystem und im Körper abgespeichert sind. Solange der Körper in stressigen Momenten in alte Schutzstrategien (wie Rückzug, Anpassung oder Kontrolle) schaltet, hilft reines Verständnis nicht.
Erst wenn wir auf der somatischen Ebene ansetzen und neue Erfahrungen im Körper machen, können sich diese tiefen Schleifen lösen.
Kann die körperorientierte Begleitung bei Schwierigkeiten in Beziehungsdynamiken helfen?
Ja, absolut. Viele Beziehungsmuster und Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen – wie das Gefühl, sich anzupassen, schwer „Nein“ sagen zu können oder eigene Grenzen zu übergehen – haben ihren Ursprung tief im Nervensystem und in frühen Erfahrungen.
In der körperorientierten Arbeit schauen wir auf innere und äußere Konflikte und spüren nach, wie sich Ihr Körper in bestimmten Interaktionen verhält. Schrittweise lernen Sie wieder die Signale Ihres eigenen Körpers wahrzunehmen, klare Grenzen zu setzen und Ihre Bedürfnisse für andere spürbar und verständlich auszudrücken.
Im geschützten Rahmen der Begleitung machen Sie dabei eine wichtige korrigierende Erfahrung:
Sie erleben, dass Ihre Grenzen und Bedürfnisse bedingungslos respektiert werden.
Warum gerate ich immer wieder in Beziehungen, die mir nicht guttun?
Wenn Beziehungen schmerzen, sich wiederholen oder man sich in ihnen verliert, liegt das oft an frühen Prägungen und unbewussten Bindungsmustern, die im Körpergedächtnis weiterwirken.
Unser Nervensystem sucht unbewusst oft nach dem Vertrauten – selbst dann, wenn dieses Vertraute schmerzhaft ist.
Oft zeigen sich in Beziehungen unbewusste Dynamiken: Scheinbar kleine Auslöser führen zu starken Reaktionen, man passt sich an, klammert oder zieht sich panikartig zurück. Diese Verhaltensweisen sind keine Fehler oder Schwächen, sondern waren einmal überlebenswichtige Schutzstrategien. In der körperorientierten Begleitung schauen wir hinter diese Muster – nicht, um sie zu bekämpfen, sondern um zu verstehen, wovor sie Sie schützen, und um dem Nervensystem im Hier und Jetzt neue Sicherheit zu geben.
Ziel ist es dabei, alte Loyalitäten und Prägungen zu erkennen, Schuld- und Schamdynamiken sanft zu lösen und Schritt für Schritt zu lernen, wie sich nährende, erfüllende Beziehungen anfühlen, in denen Sie gleichzeitig verbunden und gut bei sich bleiben können.
Wie hilft mir die körperorientierte Arbeit bei beruflichen Konflikten oder dem Setzen von Grenzen?
Die Arbeit im Arbeitskontext unterscheidet sich oft kaum von anderen Beziehungsfeldern: Ob Sie schwer „Nein“ sagen können, sich überfordern oder in Konflikten immer wieder in dieselben Muster geraten – all das hat oft mit alten Schutzstrategien zu tun.
In der körperorientierten Begleitung spüren wir nach, wie sich Ihr Körper in diesen beruflichen Situationen verhält. Sie lernen schrittweise, Ihre eigenen Grenzen und Bedürfnisse wahrzunehmen, für sie einzustehen und neue, tragfähige Erfahrungen im Kontakt mit anderen zu machen.
Viele Menschen funktionieren im Beruf perfekt, leisten Großes und wirken nach außen hin sehr erfolgreich – während es innerlich ganz anders aussieht. Ein hoher Leistungsanspruch oder Perfektionismus treiben Sie an, ohne dass jemals das Gefühl entsteht, wirklich zu genügen.
Wenn Freude und Sinn verloren gehen oder Sie kurz vor einem Burnout stehen, liegt das oft an tiefen Mustern im Nervensystem. In der Begleitung schauen wir gemeinsam, welche Schutzreaktionen hinter diesem Leistungsdruck stecken, damit Sie wieder einen gesunden Raum für sich selbst finden.
In Herrsching am Ammersee.
Der See lädt dazu ein, die Erfahrungen im Anschluss
in Ruhe zu integrieren.
Die körperorientierte Arbeitsweise entfaltet ihre Wirkung auch im virtuellen Raum – flexibel, persönlich und ortsunabhängig.
Gerne vereinbare ich Hausbesuche und Termine in der Natur. Unternehmen und Einrichtungen besuche ich direkt vor Ort.
IN RÄUMEN DES FÜHLENS IST
TIEFE TRANSFORMATION UND NACHHALTIGE VERÄNDERUNG
AUS DEM HERZEN MÖGLICH